Neues geprüftes Rettungshundeteam im BRK Regensburg

Neues geprüftes Rettungshundeteam im BRK Regensburg

Neues geprüftes Rettungshundeteam im BRK Regensburg Julia Reubel konnte mit ihrem Rüden Victor nach mehrjähriger Ausbildung ihr Können unter Beweis stellen und wurde für ihre Mühen mit der bestandenen Prüfung in der Flächensuche belohnt. Die Flächenprüfung wurde für das BRK vom Kreisverband Weilheim-Schongau ausgerichtet.

Die Hundeführerin Julia Reubel kam über das Regensburger Tierheim zu ihrem Hund. Victor war ein polnischer Straßenhund. Mit viel Übung und Ausbildung durch die Hundestaffel haben die Zwei es nun geschafft: Victor ist ein geprüfter Rettungshund, die beiden sind ein Rettungshundeteam. Die Ausbildung dauert in der Regel einige Jahre, der Hund, aber vor allem auch Herrchen bzw. Frauchen müssen viel lernen, bis sie dann die Flächenprüfung meistern können.

Die Flächensuchprüfung besteht aus vier Teilen:
Zunächst muss der menschliche Partner des Hundeteams sein theoretisches Wissen über Erste Hilfe (am Menschen wie am Hund), Orientierung, Einsatztaktik etc. in einer schriftlichen Prüfung unter Beweis stellen.
Sodann muss der Vierbeiner beweisen, dass er korrekt die gefundenen Personen anzeigen kann.
Dann folgt eine Unterordnungssequenz in der der Gehorsam des Hundes gegenüber seinem Halter sichergestellt werden soll. Es muss die Bindung zum Hundeführer vom Hund gesucht werden und dessen Kommandos schnell und korrekt ausgeführt werden.
Zuletzt folgt die Suche. Hund und Halter müssen innerhalb von maximal 20 Minuten 30.000 Quadratmeter, zumeist mehr oder weniger dicht bewachsenes Waldgebiet, absuchen, gefundene Personen anzeigen, Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen und die weiteren Maßnahmen zur erfolgreichen Rettung einleiten (Einweisung des Rettungswagens per Funk usw.).

Das Regensburger Hundeteam Julia mit ihrem Victor, das zur Flächenprüfung in Weilheim-Schongau antrat, war das Einzige von 5 angetretenen Teams in der Nachmittagsgruppe, das diese vier Prüfungsteile meisterte und am Ende mit einer Plakette dafür ausgezeichnet wurde.
Bereits am Morgen nach der bestandenen Prüfung wurde Julia Reubel mit ihrem Hund für einen Realeinsatz alarmiert.

Mit einer soliden Ausbildung, immer wiederkehrenden Prüfungen (alle 18 Monate), dem kontinuierlichen Training mit dem Hund und der ständigen Kontrolle der Einsatzfähigkeit der Teams, kann sich der Hundeführer auf seinen vierbeinigen Partner verlassen und ist so bei der Suche nach Vermissten eine ideale Ergänzung zu weiteren Rettungsmaßnahmen. Die BRK Rettungshundestaffel Regensburg freut sich sehr nun mit fünf geprüften Flächenhundeteams die Suche nach Vermissten aktiv und professionell zu unterstützen, nach dem Leitmotiv Suchen – Retten – Helfen!

Samstag, 29.03.2014, 17:10

Kurz etwas zur Struktur des Roten Kreuzes

Der Kreisverband (KV) des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Regensburg ist für die kreisfreie Stadt Regensburg und den Landkreis Regensburg zuständig. Der KV Regensburg gehört zum BRK Bezirksverband (BV) Niederbayern / Oberpfalz (NOp), einer von 5 BRK Bezirksverbänden. Das BRK ist der Landesverband (LV) Bayern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK, auch Generalsekretariat, kurz GS, genannt) und das wiederum ist die deutsche Vertretung der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbwegung.
Im DRK gibt es 5 sogenannte Gemeinschaften: Bereitschaft, Wasserwacht, Bergwacht, Jugendrotkreuz und den Sozialen Dienst. Der Fachdienst Rettungshunde ist neben 8 weiteren den Bereitschaften zugeordnet. Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbwegung hat folgende 7 Grundsätze:
• Menschlichkeit
• Unparteilichkeit
• Neutralität
• Unabhängigkeit
• Freiwilligkeit
• Einheit
• Universalität

Das Training besteht bei uns aus 4 Sparten plus organisatorischer Themen

Fläche, Mantrailing, Trümmer, Wasser
Unser Flächentraining findet mittwochs 19 Uhr und samstags ab 13 Uhr an unterschiedlichen Orten statt und dauert jeweils zwischen 3 und 5 Stunden.
Trümmertrainings finden zu gesonderten Terminen statt, die normalerweise das Flächentraining nicht tangieren. Falls es Terminüberscheidungen gibt, fällt erfahrungsgemäß das Flächentraining aus. Es gibt auch Trümmertrainingseinheiten der Staffel Regensburg, zu denen alle Teams anstatt des Flächentrainings (Samstag ab 13 Uhr) anwesend sind.
Beim Mantrailing gibt es zusätzlich zu den kurzen Einheiten während des Flächentrainings einmal die Woche ein gesondertes Mantrailing Training. Dazu gibt es einen Plan, in dem abwechselnd jeder Hundeführer aus der Staffel einen Trail legt. Wie das legen eines Trails funktioniert und wer wann läuft, erfährst Du über den Ausbildungsleiter.
Beim Wassertraining gibt es gesonderte Termine zu denen benötigte Helfer separat eingeladen werden. Die Übungen zur Individualgeruchssuche finden eine halbe Stunde vor dem normalen Flächentraining statt. Zuschauer sind gerne willkommen. Helfer werden separat durch die Ausbildungsleitung eingeteilt.
Zu den organisatorischen Themen gehört unter anderem, das an jedem ersten Mittwoch im Monat stattfindende Teamgespräch. Das Teamgespräch dient der Besprechung von verschiedensten organisatorischen Themen, wie das Abstimmen von Terminen und das Durchführen von theoretischen Schulungsinhalten.

Trümmereinsätze bei Erdbeben

Ich möchte euch von unserem Aktivitäten im Iran berichten. Der Iranische Rote Halbmond (IRC) hat unter anderem ein Camp in Karaj auf ca. 1300 Meter üNN, nordwestlich von Teheran. Es ist also durchaus nicht so warm, wie man es erwarten würde. Morgens können auch imer Sommer die Scheiben am Auto gefroren sein. Bei unseren Ausbilungen wird man im Gästehaus des IRC Geländes in Soha (Bilder) untergebracht. Aktuell nehmen über 50 Rettungshundeführer des IRC an den Veranstaltungen teil und trainieren regelmäßig mit internationalen Teams, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Es werden im Iran fast ausschließlich Deutsche Schäferhunde von hauptberuflichen IRC Mitarbeitern geführt. Und das ist auch schon einer der wohl bedeutendsten Unterschiede zu der Rettungshundearbeit im DRK. Es handelt sich um hauptberufliche Rettungshundeführer und nicht (zumindest noch nicht) um ehrenamtliche Mitarbeiter. Die Hundeführer sind aus 24 von insgesamt 30 iranischen Provinzen immer wieder in Karaj und absolvieren immer wieder anstrengende Trainingsprogramme. Ziel ist es den Hundeführern immer wieder neue Ausbildungsinhalte zu zeigen und ihnen neben der Arbeit mit den eigenen Hunden, Techniken und Vorgehensweisen aud dem DRK für die Ausbildungsstruktur des IRC zu zeigen. Neben der Trümmer- und Flächenarbeit mit den Themengebieten Einsatztaktik, Opferarbeit und Ausbildungsstruktur gibt es immmer wieder auch neue Themengebiete die bedient werden sollen.