Trümmerfortbildung Pfingsten 2012

Trümmerfortbildung Pfingsten 2012

Die diesjährige Fortbildung der BRK-Trümmerteams an Pfingsten 2012 war etwas ganz Besonderes. Die Teams hatten die einmalige Gelegenheit in einem Salzbergwerk 700 Meter Untertage zu arbeiten. Dank Anton Lindner, der den Kontakt hergestellt hatte, Herrn Dr. Jan-Henrich Florin (Geschäftsführer) und Herrn Harald Braun (Oberführer der Zentralen Grubenwehr) konnte die Idee, die bereits schon im letzten Jahr in den Köpfen gegeistert war, realisiert werden. Schon die Liftfahrt forderte schon mehr von den Teams ab, wie eine normale in einem Gebäude.

Allein der Gedanke soviel Erde über sich zu haben, lies bei dem ein oder anderen schon ein mulmiges Gefühl entstehen. Ebenso das Wackeln des Aufzuges war nicht mit einem normalen Lift zu vergleichen. Aber nach ca. 4 Minuten war bereits der erste Teil geschafft.

Danach wurden die Teams in die 4 Gruppen aufgeteilt und mit Defendern an ihr Übungsgelände gebracht. Diese Fahrt erinnerte die Trümmerteams, die bereits im Auslandseinsatz waren, sehr an die dort üblichen Transportwege. Eng auf einer Ladefläche eines Pickups aneinander gedrängt. Somit konnten auch da Teams bereits getestet werden, ob sie überhaupt für einen Auslandseinsatz geeignet sind.

Zusätzlich waren Untertage extreme Bedingungen: durch das Salz gab es eigentliche keine Luftfeuchtigkeit. Innerhalb kürzester Zeit hatte man den Salzgeschmack an den Lippen. Zusätzlich herrschen je nach Lage der Übungsstellen bis zu 35°C, die den Hunden mit der Trockenheit einiges abverlangt haben.

Nach 8 Stunden Training und einer anschließend kleinen Erlebnistour (inkl. 40 Meter Rutschfahrt durchs Gestein) konnten alle 22 Teams mit einem guten Gefühl wieder nach oben fahren. Alle hatten den Tag gut gemeistert.

Am 2. Tag konnten die Teams bei der benachbarten Abrissfirma SRG auf dem Werksgelände trainieren. Damit war noch möglich an den entsprechenden Ausbildungsinhalten vom Vortag weiterzuarbeiten und die Arbeit mit dem Hund noch weiter zu verbessern.

Auf diesem Wege möchte ich mich bei allen Beteiligten Untertage (Grubenwehr (mit insgesamt 8 Mann), Geschäftsleitung und diensthabenden Fördermaschinisten) und der Firma SRG ganz herzlich bedanken, dass sie uns ein so tolles Wochenende beschert haben (inkl. Sonnenschein).
Bei den Ausbildern Siggi, Frank, Ralf und Markus, die wieder ihre Zeit geopfert haben, um sich auch um die anderen zu kümmern und nicht nur um ihren eigenen Hunde.
Bei Toni, der die ganze Kommunikation und den Haupteil der Organisation gemacht hat.
Und schließlich bei jedem einzelnen Teilnehmer. Da es eine Superstimmung war und keiner sich abgegrenzt hatte.

DANKE!!!

Und hier noch der Zeitungsbericht der Thüringer Allgemeine

Montag, 28.05.2012, 20:50

Kurz etwas zur Struktur des Roten Kreuzes

Der Kreisverband (KV) des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Regensburg ist für die kreisfreie Stadt Regensburg und den Landkreis Regensburg zuständig. Der KV Regensburg gehört zum BRK Bezirksverband (BV) Niederbayern / Oberpfalz (NOp), einer von 5 BRK Bezirksverbänden. Das BRK ist der Landesverband (LV) Bayern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK, auch Generalsekretariat, kurz GS, genannt) und das wiederum ist die deutsche Vertretung der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbwegung.
Im DRK gibt es 5 sogenannte Gemeinschaften: Bereitschaft, Wasserwacht, Bergwacht, Jugendrotkreuz und den Sozialen Dienst. Der Fachdienst Rettungshunde ist neben 8 weiteren den Bereitschaften zugeordnet. Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbwegung hat folgende 7 Grundsätze:
• Menschlichkeit
• Unparteilichkeit
• Neutralität
• Unabhängigkeit
• Freiwilligkeit
• Einheit
• Universalität

Das Training besteht bei uns aus 4 Sparten plus organisatorischer Themen

Fläche, Mantrailing, Trümmer, Wasser
Unser Flächentraining findet mittwochs 19 Uhr und samstags ab 13 Uhr an unterschiedlichen Orten statt und dauert jeweils zwischen 3 und 5 Stunden.
Trümmertrainings finden zu gesonderten Terminen statt, die normalerweise das Flächentraining nicht tangieren. Falls es Terminüberscheidungen gibt, fällt erfahrungsgemäß das Flächentraining aus. Es gibt auch Trümmertrainingseinheiten der Staffel Regensburg, zu denen alle Teams anstatt des Flächentrainings (Samstag ab 13 Uhr) anwesend sind.
Beim Mantrailing gibt es zusätzlich zu den kurzen Einheiten während des Flächentrainings einmal die Woche ein gesondertes Mantrailing Training. Dazu gibt es einen Plan, in dem abwechselnd jeder Hundeführer aus der Staffel einen Trail legt. Wie das legen eines Trails funktioniert und wer wann läuft, erfährst Du über den Ausbildungsleiter.
Beim Wassertraining gibt es gesonderte Termine zu denen benötigte Helfer separat eingeladen werden. Die Übungen zur Individualgeruchssuche finden eine halbe Stunde vor dem normalen Flächentraining statt. Zuschauer sind gerne willkommen. Helfer werden separat durch die Ausbildungsleitung eingeteilt.
Zu den organisatorischen Themen gehört unter anderem, das an jedem ersten Mittwoch im Monat stattfindende Teamgespräch. Das Teamgespräch dient der Besprechung von verschiedensten organisatorischen Themen, wie das Abstimmen von Terminen und das Durchführen von theoretischen Schulungsinhalten.

Trümmereinsätze bei Erdbeben

Ich möchte euch von unserem Aktivitäten im Iran berichten. Der Iranische Rote Halbmond (IRC) hat unter anderem ein Camp in Karaj auf ca. 1300 Meter üNN, nordwestlich von Teheran. Es ist also durchaus nicht so warm, wie man es erwarten würde. Morgens können auch imer Sommer die Scheiben am Auto gefroren sein. Bei unseren Ausbilungen wird man im Gästehaus des IRC Geländes in Soha (Bilder) untergebracht. Aktuell nehmen über 50 Rettungshundeführer des IRC an den Veranstaltungen teil und trainieren regelmäßig mit internationalen Teams, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Es werden im Iran fast ausschließlich Deutsche Schäferhunde von hauptberuflichen IRC Mitarbeitern geführt. Und das ist auch schon einer der wohl bedeutendsten Unterschiede zu der Rettungshundearbeit im DRK. Es handelt sich um hauptberufliche Rettungshundeführer und nicht (zumindest noch nicht) um ehrenamtliche Mitarbeiter. Die Hundeführer sind aus 24 von insgesamt 30 iranischen Provinzen immer wieder in Karaj und absolvieren immer wieder anstrengende Trainingsprogramme. Ziel ist es den Hundeführern immer wieder neue Ausbildungsinhalte zu zeigen und ihnen neben der Arbeit mit den eigenen Hunden, Techniken und Vorgehensweisen aud dem DRK für die Ausbildungsstruktur des IRC zu zeigen. Neben der Trümmer- und Flächenarbeit mit den Themengebieten Einsatztaktik, Opferarbeit und Ausbildungsstruktur gibt es immmer wieder auch neue Themengebiete die bedient werden sollen.