Bezirksfachdienstlager 2009

Bezirksfachdienstlager 2009

Bezirksfachdienstlager 2009 Ausrichter des diesjährigen Bezirksfachdienstlagers war die BRK-Rettungshundestaffel Amberg. Diese konnte neben Passau und Dingolfing auch zahlreiche Rettungshundeführer und Helfer aus Regensburg begrüßen. Bei sehr heißen Temperaturen erwartete die Teilnehmer an diesem Wochenende ein abwechslungsreiches Programm theoretischer und praktischer Einheiten.

Ausrichter des diesjährigen Bezirksfachdienstlagers war die BRK-Rettungshundestaffel Amberg. Diese konnte neben Passau und Dingolfing auch zahlreiche Rettungshundeführer und Helfer aus Regensburg begrüßen. Bei sehr heißen Temperaturen erwartete die Teilnehmer an diesem Wochenende ein abwechslungsreiches Programm theoretischer und praktischer Einheiten.
Die Rettungshundeführer und Helfer befassten sich in vier Workshops mit den Bereichen Karte und Kompass, Funk, und dem weiten Gebiet der Einsatztaktik. Für das Training der Hunde wurden kleinere Suchen und Gerätearbeit angeboten. Nach einem anstrengenden Tag wähnten sich die Teilnehmer nach einem ausgezeichneten Abendessen in einer Ruhephase bis gegen 21.30 Uhr überraschend eine sehr realistische Einsatzübung ausgerufen wurde. Die angehenden Rettungshundeführer und Helfer sollten nun zum ersten Mal durch eigenes Handeln erfahren, wie es ist, in einem "gespielten" Ernstfall zu handeln. Die während des Tages angeeigneten Kenntnisse galt es nun umzusetzen. Die Anspannung der Teilnehmer war greifbar, doch versuchte jeder sein Bestes zu geben und sich voll auf seine Aufgabe zu konzentrieren. Für manchen endete der Einsatz mit gemischten Gefühlen (hatte der Hund ausreichend gearbeitet, war die eigene Leistungsfähigkeit überschätzt worden, war das Suchgebiet zu umfangreich oder zu undurchdringlich), für andere euphorisch (bei Fund einer vermissten Person). Für alle wurde jedoch ersichtlich, wie wichtig ein gutes, schnelles Zusammenspiel aller Beteiligten (einschließlich Hund) ist, um zu einer erfolgreichen Suche zu kommen. Nach Übungseinsatzende gegen 01.45 Uhr gab es denn auch noch ausreichend Bedarf zur Klärung einzelner Inhalte und Vorgehensweisen und so wurde es für alle eine recht kurze Nacht.
Am Sonntag wurde die Einsatzübung der letzten Nacht, nach einem kräftigendem Frühstück, ausgewertet und, nach dem Abbau des Lagers und einer abschließenden Feed-back-Runde, wurde das Bezirksfachdienstlager 2009 beendet, das durch den wirklich unermüdlichen Einsatz so Vieler zu einem besonderen Erlebnis für alle wurde. Schön wars - nächstes Jahr wieder - wo wohl dann!?!?!?

Sonntag, 09.08.2009, 17:00

Kurz etwas zur Struktur des Roten Kreuzes

Der Kreisverband (KV) des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Regensburg ist für die kreisfreie Stadt Regensburg und den Landkreis Regensburg zuständig. Der KV Regensburg gehört zum BRK Bezirksverband (BV) Niederbayern / Oberpfalz (NOp), einer von 5 BRK Bezirksverbänden. Das BRK ist der Landesverband (LV) Bayern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK, auch Generalsekretariat, kurz GS, genannt) und das wiederum ist die deutsche Vertretung der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbwegung.
Im DRK gibt es 5 sogenannte Gemeinschaften: Bereitschaft, Wasserwacht, Bergwacht, Jugendrotkreuz und den Sozialen Dienst. Der Fachdienst Rettungshunde ist neben 8 weiteren den Bereitschaften zugeordnet. Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbwegung hat folgende 7 Grundsätze:
• Menschlichkeit
• Unparteilichkeit
• Neutralität
• Unabhängigkeit
• Freiwilligkeit
• Einheit
• Universalität

Das Training besteht bei uns aus 4 Sparten plus organisatorischer Themen

Fläche, Mantrailing, Trümmer, Wasser
Unser Flächentraining findet mittwochs 19 Uhr und samstags ab 13 Uhr an unterschiedlichen Orten statt und dauert jeweils zwischen 3 und 5 Stunden.
Trümmertrainings finden zu gesonderten Terminen statt, die normalerweise das Flächentraining nicht tangieren. Falls es Terminüberscheidungen gibt, fällt erfahrungsgemäß das Flächentraining aus. Es gibt auch Trümmertrainingseinheiten der Staffel Regensburg, zu denen alle Teams anstatt des Flächentrainings (Samstag ab 13 Uhr) anwesend sind.
Beim Mantrailing gibt es zusätzlich zu den kurzen Einheiten während des Flächentrainings einmal die Woche ein gesondertes Mantrailing Training. Dazu gibt es einen Plan, in dem abwechselnd jeder Hundeführer aus der Staffel einen Trail legt. Wie das legen eines Trails funktioniert und wer wann läuft, erfährst Du über den Ausbildungsleiter.
Beim Wassertraining gibt es gesonderte Termine zu denen benötigte Helfer separat eingeladen werden. Die Übungen zur Individualgeruchssuche finden eine halbe Stunde vor dem normalen Flächentraining statt. Zuschauer sind gerne willkommen. Helfer werden separat durch die Ausbildungsleitung eingeteilt.
Zu den organisatorischen Themen gehört unter anderem, das an jedem ersten Mittwoch im Monat stattfindende Teamgespräch. Das Teamgespräch dient der Besprechung von verschiedensten organisatorischen Themen, wie das Abstimmen von Terminen und das Durchführen von theoretischen Schulungsinhalten.

Trümmereinsätze bei Erdbeben

Ich möchte euch von unserem Aktivitäten im Iran berichten. Der Iranische Rote Halbmond (IRC) hat unter anderem ein Camp in Karaj auf ca. 1300 Meter üNN, nordwestlich von Teheran. Es ist also durchaus nicht so warm, wie man es erwarten würde. Morgens können auch imer Sommer die Scheiben am Auto gefroren sein. Bei unseren Ausbilungen wird man im Gästehaus des IRC Geländes in Soha (Bilder) untergebracht. Aktuell nehmen über 50 Rettungshundeführer des IRC an den Veranstaltungen teil und trainieren regelmäßig mit internationalen Teams, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Es werden im Iran fast ausschließlich Deutsche Schäferhunde von hauptberuflichen IRC Mitarbeitern geführt. Und das ist auch schon einer der wohl bedeutendsten Unterschiede zu der Rettungshundearbeit im DRK. Es handelt sich um hauptberufliche Rettungshundeführer und nicht (zumindest noch nicht) um ehrenamtliche Mitarbeiter. Die Hundeführer sind aus 24 von insgesamt 30 iranischen Provinzen immer wieder in Karaj und absolvieren immer wieder anstrengende Trainingsprogramme. Ziel ist es den Hundeführern immer wieder neue Ausbildungsinhalte zu zeigen und ihnen neben der Arbeit mit den eigenen Hunden, Techniken und Vorgehensweisen aud dem DRK für die Ausbildungsstruktur des IRC zu zeigen. Neben der Trümmer- und Flächenarbeit mit den Themengebieten Einsatztaktik, Opferarbeit und Ausbildungsstruktur gibt es immmer wieder auch neue Themengebiete die bedient werden sollen.