Vorbereitung für Iran

Vorbereitung für Iran

Das DRK gründete ein Projekt zusammen mit dem BRK und dem Iranischen Roten Halbmond um Rettungshunde im Iran auszubilden. Drei Hundeführer aus dem BRK unterstützen Mark Hofman (Projektleiter des DRK/BRK) dieses Jahr im April bei seiner Arbeit und fliegen mit in den Iran (Siggi Höfer zusammen mit Bessie und Markus Wilhelm).

Liebe Kameradinnen und Kameraden,
das DRK gründete ein Projekt zusammen mit dem BRK und dem Iranischen Roten Halbmond um Rettungshunde im Iran auszubilden. Drei Hundeführer aus dem BRK unterstützen Mark Hofman (Projektleiter des DRK/BRK) dieses Jahr im April bei seiner Arbeit und fliegen mit in den Iran (Siggi Höfer zusammen mit Bessie und Markus Wilhelm). Wir haben ein paar Bilder von Mark, die er bei seinen bisherigen Besuchen im Iran aufgenommen hat und auch einige Bilder unseres "Probetrainings" in die Bildergalerie eingestellt.

Wir wollen "Hilfe zur Selbsthilfe" geben. Das Ziel ist eine unabhängige und leistungsfähige Rettungshundebewegung in Iran aufzubauen, die im Katastrophenfall dem eigenen Land und auch allen anderen die sie benötigen schnell zur Hilfe kommen kann. Um das umzusetzen braucht es viel Arbeit und Geduld. Nachdem im Ausbildungscentrum in Karaj nahe Teheran alle hoch motiviert sind und jeder einzelne Rettungshundeführer sehr gut mitarbeitet, ist für die Zukunft nur zu hoffen, dass wir nicht gebraucht werden! Ab April 2007 werde ich als Delegierter des Deutschen Roten Kreuzes in den Iran gehen um dort den Aufbau von Rettungshundestaffeln zu unterstützen.
Nachdem der Iran (das alte Persien) eines der Länder mit den meisten Erdbeben weltweit ist, können die trainierten Hunde im Falle einer Katastrophe schnell eigesetzt werden um möglichst viele Menschen unter den Trümmer zu orten und diese Opfer somit bergen zu können. Die Suche nach den Verschütteten ist immer ein Wettlauf mit der Zeit, denn es bleiben etwa 72 Stunden um Verschüttete lebend zu bergen. Danach ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering noch Überlebende zu finden. Diese Aufgabe ist so groß wie das Land mit seinen 1.648.000 km2 selbst. Denn bei den ca. 72 Milionen islamischen Einwohnern gilt der Hund als unrein. So muss auch viel an Aufklärungsarbeit bei der Bevölkerung geleistet werden. Außerdem wird ein System zur Ausbildung zu entwickeln sein, dass nicht unsere Rettungshundearbeit in Deutschland kopiert, sondern auf die unterschiedlichen Verhältnisse vor Ort eingeht und berücksichtigt.
Somit soll nicht nur der Umgang der Hundeführer mit den Hunden geschult, die Hunde zu Rettungshunden ausgebildet, sondern auch der Bevölkerung etwas von der Argwohn genommen werden.
Quelle: www.mupsel.de/iran.htm

Sonntag, 05.04.2009, 20:00

Kurz etwas zur Struktur des Roten Kreuzes

Der Kreisverband (KV) des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Regensburg ist für die kreisfreie Stadt Regensburg und den Landkreis Regensburg zuständig. Der KV Regensburg gehört zum BRK Bezirksverband (BV) Niederbayern / Oberpfalz (NOp), einer von 5 BRK Bezirksverbänden. Das BRK ist der Landesverband (LV) Bayern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK, auch Generalsekretariat, kurz GS, genannt) und das wiederum ist die deutsche Vertretung der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbwegung.
Im DRK gibt es 5 sogenannte Gemeinschaften: Bereitschaft, Wasserwacht, Bergwacht, Jugendrotkreuz und den Sozialen Dienst. Der Fachdienst Rettungshunde ist neben 8 weiteren den Bereitschaften zugeordnet. Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbwegung hat folgende 7 Grundsätze:
• Menschlichkeit
• Unparteilichkeit
• Neutralität
• Unabhängigkeit
• Freiwilligkeit
• Einheit
• Universalität

Das Training besteht bei uns aus 4 Sparten plus organisatorischer Themen

Fläche, Mantrailing, Trümmer, Wasser
Unser Flächentraining findet mittwochs 19 Uhr und samstags ab 13 Uhr an unterschiedlichen Orten statt und dauert jeweils zwischen 3 und 5 Stunden.
Trümmertrainings finden zu gesonderten Terminen statt, die normalerweise das Flächentraining nicht tangieren. Falls es Terminüberscheidungen gibt, fällt erfahrungsgemäß das Flächentraining aus. Es gibt auch Trümmertrainingseinheiten der Staffel Regensburg, zu denen alle Teams anstatt des Flächentrainings (Samstag ab 13 Uhr) anwesend sind.
Beim Mantrailing gibt es zusätzlich zu den kurzen Einheiten während des Flächentrainings einmal die Woche ein gesondertes Mantrailing Training. Dazu gibt es einen Plan, in dem abwechselnd jeder Hundeführer aus der Staffel einen Trail legt. Wie das legen eines Trails funktioniert und wer wann läuft, erfährst Du über den Ausbildungsleiter.
Beim Wassertraining gibt es gesonderte Termine zu denen benötigte Helfer separat eingeladen werden. Die Übungen zur Individualgeruchssuche finden eine halbe Stunde vor dem normalen Flächentraining statt. Zuschauer sind gerne willkommen. Helfer werden separat durch die Ausbildungsleitung eingeteilt.
Zu den organisatorischen Themen gehört unter anderem, das an jedem ersten Mittwoch im Monat stattfindende Teamgespräch. Das Teamgespräch dient der Besprechung von verschiedensten organisatorischen Themen, wie das Abstimmen von Terminen und das Durchführen von theoretischen Schulungsinhalten.

Trümmereinsätze bei Erdbeben

Ich möchte euch von unserem Aktivitäten im Iran berichten. Der Iranische Rote Halbmond (IRC) hat unter anderem ein Camp in Karaj auf ca. 1300 Meter üNN, nordwestlich von Teheran. Es ist also durchaus nicht so warm, wie man es erwarten würde. Morgens können auch imer Sommer die Scheiben am Auto gefroren sein. Bei unseren Ausbilungen wird man im Gästehaus des IRC Geländes in Soha (Bilder) untergebracht. Aktuell nehmen über 50 Rettungshundeführer des IRC an den Veranstaltungen teil und trainieren regelmäßig mit internationalen Teams, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Es werden im Iran fast ausschließlich Deutsche Schäferhunde von hauptberuflichen IRC Mitarbeitern geführt. Und das ist auch schon einer der wohl bedeutendsten Unterschiede zu der Rettungshundearbeit im DRK. Es handelt sich um hauptberufliche Rettungshundeführer und nicht (zumindest noch nicht) um ehrenamtliche Mitarbeiter. Die Hundeführer sind aus 24 von insgesamt 30 iranischen Provinzen immer wieder in Karaj und absolvieren immer wieder anstrengende Trainingsprogramme. Ziel ist es den Hundeführern immer wieder neue Ausbildungsinhalte zu zeigen und ihnen neben der Arbeit mit den eigenen Hunden, Techniken und Vorgehensweisen aud dem DRK für die Ausbildungsstruktur des IRC zu zeigen. Neben der Trümmer- und Flächenarbeit mit den Themengebieten Einsatztaktik, Opferarbeit und Ausbildungsstruktur gibt es immmer wieder auch neue Themengebiete die bedient werden sollen.